• Chris Köhl

#03 Auswandern in Coronazeiten

Das mit der Ausreise war echt nicht so easy. Es ist schon wirklich krass „auszuwandern“. Wenn man sonst reist, packt man halt Zeug für die entsprechende Zeit ein, lässt den Rest zuhause stehen und kommt dann irgendwann wieder zurück in sein "normales" Leben. Ich dagegen musste einerseits mein Zeug in 2 Koffer plus Handgepäck packen, gleichzeitig meine Angelegenheiten in Deutschland regeln, ausziehen, alles was nicht mitkonnte einlagern und mich verabschieden – während Corona, Ausgangsbeschränkungen und sonstigen Limitierungen. Dann immer im Blick behalten ob sich kurzfristig in Deutschland, Dom. Rep. und Haiti irgendwas ändert – mannomann…


Im Endeffekt hat alles gut geklappt, hat nur etwas länger gedauert als gedacht. Insgesamt war ich tatsächlich mehr als 3 Tage unterwegs. Grund: Verzögerungen durch kurzfristig verschärfte Regelungen in der Dom. Rep.: geschlossene Tankstellen und Ausgangssperre - mein Kontaktmann kam nicht zum Flughafen...





Ich konnte Anfang Januar von Frankfurt aus in die Dominikanische Republik nach Puerto Plata reisen. Bin dort erstmal gestrandet (auch im wörtlichen Sinne: Konnte die Warterei nutzen und den wunderschönen Karibikstrand besuchen) und bei einer haitianischen Familie untergekommen.

Von dort aus ging es schließlich mit Hilfe von Kontaktpersonen der Lebensmission über Santiago im Landesinnern auf dem Landweg per Bus über die Grenze nach Haiti bis nach Cap Haitien, die große Haitianische Küstenstadt im Norden des Landes.


Am Strand von Puerto Plata, Dom. Rep.



Dieufort Wittmer (ein Haitistämmiger Deutscher und aktuelles Vorstandsmitglied der Lebensmission, der 8 Jahre lang bis 2019 mit seiner Familie hier vor Ort gelebt hat und gearbeitet hat) konnte mich dort abholen und hat mich vor seiner Heimreise während meinen ersten 1 ½ Wochen begleitet, mir vieles erklärt und gezeigt. Das war für mich top, zumindest in den ersten Tagen noch auf Deutsch Fragen stellen zu können und ein bisschen reingeführt zu werden.


Mein erstes Prestige. Das Nr. 1 Bier in Haiti. Wirklich ein gutes Bier!










Mit Dieufort frühstücken: Ziegenfleisch und Kochbanane. Tja morgens um halb 8...




Die einheimischen Mitarbeiter vor Ort haben mich super im Team aufgenommen und sind total freundlich und aufgeschlossen. Tja und dann ging das Leben in Haiti los. Das kleine Kinderdorf mit bis zu 30 Kindern (eines von mehreren Lebensmissionsprojekten) ist hier direkt mit auf dem Gelände und meine direkte Nachbarschaft. Es ist super cool mit den Kids und Teenies abzuhängen, mit den Kindermüttern zu quatschen und einfach das Leben zu teilen.

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