• Chris Köhl

#05 Reis, Reis, Reis

„Warum magst du denn keinen Reis?“ – Diese Frage wurde mir letztens gestellt. In meinem Kopf: „Seriously?!?! Ich esse doch im Schnitt ungefähr 5 x pro Woche Reis, wat wollt ihr denn noch?!“

Reis mit Bohnen, Reis mit Bohnensoße, Reis mit etwas Fisch und Soße, Reis mit Bohnen UND Bohnensoße, Reis mit etwas Hühnchenfleisch… Ich esse regelmäßig in der Großküche auf dem Hof mit den anderen Mitarbeiter zusammen. Man muss fairerweise dazu sagen, es wird auch circa 2 x pro Woche ein anderes Grundnahrungsmittel gekocht. Zur Auswahl stehen noch Blè (anscheinend Weizenkörner, die eingekocht werde), Spaghetti, Maisbrei, aber meistens eben Reis - und den mag auch jeder, mir schmeckt er ja auch.

Aber offenbar sind die Reisberge auf meinen Tellern am Mittagstisch auffallend klein. Der Reisanteil am jeweiligen Essen ist jeweils sehr groß, Soße und Beilagen sind immer super knapp bemessen. Mein Wunsch nach kulinarischer Abwechslung und damit einhergehend eine nachlassende Motivation den Teller jedes Mal mit der größtmöglichen Menge an Reis zu beladen bringt die Einheimischen zum Schmunzeln.



Tja, die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Haiti sind groß und vielfältig... Wer schonmal Zeit in einem Entwicklungsland verbracht hat, kennt es vermutlich. In diesen Ländern gibt es meist ein Grundnahrungsmittel, das prinzipiell die Funktion des Sattmachens hat und eben günstig ist. Alles was dann noch dazu kommt ist schon fast ein bisschen Luxus. ABER: Die Haitianische Küche ist sehr reichhaltig und es gibt wirklich super leckeres Essen. Dazu ein ander Mal mehr...

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